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THE DANCE INC.
Es gibt diesen Moment des scheinbaren Schwebens. Wenn alles in Bewegung ist, wenn es fließt, wenn sich alles richtig anfühlt. Es ist ein ekstatischer Moment, ein Gefühl großer Zufriedenheit, der Geruch von Glück. Der Kopf ist aus, und der Körper bebt. Es ist wie Sex, nur dass man tanzt. The Dance Inc. aus Hamburg sind auf der Suche nach diesem Augenblick. Man kann es auf dieser Platte hören.

The Dance Inc. sind Jan Elbeshausen (Gesang), Stefan Goetsch (Elektronik) und André Frahm (Schlagzeug). Man kennt Elbeshausen und Frahm als Sänger und Schlagzeuger der Hamburger Rockband Marr. Und wer zuweilen ins Theater geht, könnte die Klangkulissen von Goetsch gehört haben. Nun haben sie ihre erste EP aufgenommen, „Looking Like That“, die auf Audiolith Records erscheint. Wir hören elektronische Tanzmusik. Keine Tracks, sondern Songs mit Strophe, Bridge und Refrain. Darunter Beats, die mal geradlinig mal verzwackt bewegen. Sounds, die schieben, scheinbar mühelos und mit Gelassenheit. Und da ist diese vibrierende Stimme, die in jedem Heben einen Hedonismus lebt, der sich selbst bedingt, der nach Leben dürstet, nach Selbstaufgabe und Hingabe. Nichts ist hier zu viel. Alles will.

Wollen wir diese Lieder erklären? Das hieße, die Unmittelbarkeit ihrer Wirkung zu berauben. Und was bringen Referenzen? Häppchen für Musikverwalter. Hier sind ein paar: Die neue elektronische New Yorker Schule. The Rapture, das LCD Soundsystem. Die Stimme des frühen Bryan Ferry. Manchester in den Achtzigern. Ein britisches Popverständnis. Schwebende Klangflächen unter fiebrigen Beats. Ein einziges Drängen. Gesten im Dunkeln. Die Sucht nach dem weißen Licht. Aber bei all dem gilt immer: alles geht, alles soll.

Diese Lieder wollen Bewegen. Diese Band will raus. Ihre Dringlichkeit ist eine Gier nach Aufregung. Ihr Schweben ein Flug ohne Ziel. Es geht los jetzt.

Tino Hanekamp

ALL IS LOST

Es ist Abschied zu hören auf dieser Veröffentlichung: Abschied von dem, was man einst so bequem als den „The Dance Inc.-Sound“ bezeichnen konnte und der elektrifizierten Wave-Pop erster Güte meinte. Und dies bedeutet glücklicherweise nichts anderes, als daß die Herren Stefan Goetsch und Jan Elbeshausen, deren dritter im Bunde der neu hinzugestoßene Trommler André Frahm ist, die eigenen, noch gar nicht unbedingt allzu ausgetrampelten Pfade verlassen haben. Präsentiert man sich mit „Catpurr“ so four to the floor (besonders im elegant-stoischem Tech-House Eigenremix) wie selten zuvor, verbindet „All Is Lost“ geradezu Bowieesken Dandypop mit einem kargen, stoischen Rockriff, das auch einem zerhackten Fall-Remix entnommen sein könnte – zusammen mit Elbeshausens immer vielfältiger eingesetzter Stimme entsteht somit ein Stück, das den Tresenstehern ebenso uneingeschränkt zu empfehlen sein wird wie der Tanzflächenbevölkerung.
„Those Who Sleep on Roads“ schlußendlich ist der eingängigste Song der EP, auch wenn er musikalisch zunächst am wenigsten greifbar wirkt, ein melancholischer, elektrischer Chanson, falls man mir diesen Griff zu den Sternen erlauben sollte.

Rasmus Engler

“Reclaim the mainstream, reclaim the heartbeat”

“We don’t just want the dancefloor, we want the whole fucking disco!” says Jan Elbeshausen (vocals and guitar) of THE DANCE INC. with a winning smile. Self-conscious and self-confident he struts his stuff on-stage, like Mick Jagger did in the sixties.

It’s difficult not to use adjectives like warm and beautiful, hard and heavy, calm and clear, fucked-up and twisted – but that’s what you get with THE DANCE INC. Their songs lie somewhere between the murky depths of solitude and the warmth of companionship and love, driven by electronic beats and sounds – and sometimes piano and acoustic guitar.

“It’s what we like to dance to ourselves: hard beats to get the body moving on the one hand, and lyrics to touch the soul on the other,” says Stefan Goetsch, the man behind the laptop. Himself and Jan have been working together as THE DANCE INC. since February 2002: “We meet, we jam, we create a hypnotic atmosphere in the studio, we allow ourselves to float along the currents we create…”

On their second release, the 4 track EP “Looking like that” for AUDIOLITH, music as hard as a brick fuses with lyrics from the heart. Masterfully sculpted sounds of the abyss envelope the listener and propel him to the surface where he is carefully cupped and carried by soothing vocals up out of the dark into the light above the clouds and directly into the sunset - or is it dawn? Dawn, more like, when they lament the desolate isolation of peep show cabins, but then that’s just one of the missing pieces that THE DANCE INC. collect “…until everything falls into place.”

THE DANCE INC.: make sure you don’t miss them! They’re more than club culture, and they’re definitely more than Indie-pop.
Oliver von Below


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