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"The Dance Inc. - ALL IS LOST"

TONSPION
Disco im Rock-Anzug
Wenn Jan Elbeshausen (Gesang), Stefan Goetsch (Elektronik) und André Frahm (Schlagzeug) sich ins Zeug legen, kommt nämlich genau das heraus, was sich ein Indiehead von Dance erhofft. Emotionalität mit Tanzcharakter, Beats mit Rock unterm Arm und Disco im Anzug. Wem der Name des Sängers irgendwie bekannt vorkommt, der darf sich nicht irreführen lassen, wenn die Erinnerung zurückkehrt und offenbart, dass Herr Elbeshausen gleichermaßen Sänger und Schlagzeuger der Hamburger Rocker Marr ist. Dies wiederum steht nämlich in einem ganz anderen Zusammenhang, auch wenn die Energie und der Kick von Marr auch bei The Dance Inc. einen großen Stellenwert einnimmt. ) Der Mix aus 80er Jahre Gesang (siehe/höre auch Bryan Ferry, Modern Talking - die Tonhöhe geht stellenweise wirklich in die Richtung!), irre trockenen Keyboardsounds und eingängigem Rhythmus findet sehr schnell seinen Weg ins Fach mit dem guten Groove. So stellt sich das Trio enorm perfekt in die Gesellschaft von z.B. The Rapture, !!!, Mediengruppe Telekommander etc. Und sonnt sich dabei im adäquaten Glamourschein! (jk)

BAZE JUNKIE / oktaku rec HH

Hamburg-based Audiolith Records have scheduled their 17th release for november 28th, a four tracker by The Dance Inc. named "All Is Lost" which will cause a bit of trouble on ElectroHouse-, Electroclash- and Indie-Dancefloors. A-side tracks "Catpurr" and "Catpurr RMX" as well as "All Is Lost" on B1 are based on a phat pumpin' 4/4-beat with SynthPop-like vox on top, whilst B2-track "For Those Who Sleep On Roads" is more kind of a deep ballad recommended for those who like the melancholic moments of Depeche Mode.

“The Dance inc. - Looking like that"

INTRO
Am Anfang war die Jacke mit der Aufschrift: The Dance Inc. Und dann kam die Musik. Wunderschön rätselhaft und tanzbar zugleich. Trotz des Hauchs kühler Wave-Ästhetik früher 80er sind TDI. fest im Hier und Jetzt (St. Pauli 2004) verortet. Stefan Goetsch und Jan Elbeshausen machen Musik, die die Welt braucht. Alles ist da: drückende Beat- & Basslinien, morphende Sounds und ein Sänger, dessen Stimme über allem thront und bisweilen an Lederkäppi Almond oder Männje Robert Smith erinnert. Erschienen ist die vorzügliche 4-Track-EP auf Audiolith, der musikalischen Heimat solcher Highlights wie Plemo, Der Tante Renate und Juri Gagarin. Dass TDI. mehr Publikum verdienen, haben sich auch die Postfucker aus Berlin gedacht und auf ihrem kürzlich auf Lado releasten ›Agenda 2010‹-Sampler mit ›The Kiss‹ ein Stück der (idancebutidancealone) Melancholie Hamburgs gepackt. »Die Luft lädt sich auf, und plötzlich wird die Tanzfläche zu lilafarbenem Samt.« So steht es in der Info der Band. Stimmt! 1+ mit *. Denn live geht das Ganze noch mehr nach vorne, und am Ende ihres Sets stehen und sehen zwei schwitzende, glücklich dreinschauende Musiker in ebensolche Gesichter der Anwesenden im Publikum. Und es werde Licht ...
Felix Mutter

TONSPION
Auf der kürzlich veröffentlichten Postfuck-Compilation „Agenda 2010“ waren auch unglaublich frische Stücke von Künstlern enthalten, die bis dato noch keine Veröffentlichung zu verzeichnen hatten. Die Hamburger The Dance Inc. verdienen ein Extra-Feature.
Das sophisticated „The“ vor dem Bandnamen deutet noch auf die Anfänge des Duos. Indierock mit elektronischen Spurenelementen bestimmte nämlich den Sound um 2002 der Musiker Stefan Goetsch am Laptop sowie Jan Elbeshausen als singender Gitarrist. Der Name sollte sich aus dem biederen Indieumfeld bewusst absetzen. Doch es kam anders: der Sound wurde elektronischer, die Gitarre rückte in den Hintergrund, gibt den größtenteils clubtauglichen Tracks nun allerdings eine sehr eigene Note. Der Rockaspekt lugt zudem hinter den ungewöhnlichen Rhythmen hervor. Da sind Musiker am Werk, die über die gerade Bassdrum oder den gebrochenen Beat hinaus straigtere Tracks produzieren können. Und wie so häufig, wenn in elektronischer Musik auch Gesang eingebunden wird, gewinnen die Stücke um ein Vielfaches an Eingängigkeit und Popappeal. So auch bei The Dance Inc. – mit waviger Melancholie und unaufdringlicher Spleenigkeit spannt das Duo den Bogen auch zum Popsong.
Auf Audiolith Records ist nun die erste EP namens „Looking Like That“ veröffentlicht worden. Und das Album sollte nicht lange auf sich warten lassen. (jw)
REDAKTIONSWERTUNG 4/6 - LESERWERTUNG 6/6

MUSIC SCAN
Im Gegensatz zu ihren Labelkollegen Plemo oder Der Tante Renate bringen The Dance Inc die gesangliche Komponente wesentlich stärker in ihren Gesamtkontext und können sich nicht nur deshalb sehr geschickt von einer Vielzahl der Elektronikkapellen absetzen. Am Mikro steht übrigens niemand anderes als Jan Elbeshausen, dessen charakteristische Stimme man ja schon von Marr kennt und der auch hier den Songs wieder einen sehr eigenen und unverwechselbaren Charme verleiht. Den beiden gelingt es sehr gut, eine Mischung aus schnelleren Uptempo-Tracks und langsameren und nachdenklicheren Songs zu präsentieren, die vor allem die oftmals anzutreffende Kälte und Synthetik über weite Strecke vermissen lässt, was zum einen an Jans Gesang liegt und am anderen an den doch eher flächigen und warmen Arrangements von Stefan, der immer wieder eine geschickte Balance zwischen Beat und atmosphärischen Klangflächen findet, die diese EP herrlich kurzweilig machen. Und das liegt sicherlich nicht nur an der Spielzeit. Generell setzen The Dance Inc weniger auf plumpe Diskogeschichten, sondern zeigen sich überraschend vielseitig und abwechslungsreich und bedienen hier glücklicherweise nicht die ausgelatschten Elektronikklischees. Schöne Sache, die mal ausnahmsweise gar nicht nach Hamburg klingt, obwohl man andernorts wohl definitiv anderer Meinung ist.
Matthias BEWERTUNG 7/10

Die Blümchentapete
Langsam wachse ich in die audiolith-relases rein. erst dachte ich der anzug ist doch zu gross, doch irgendwie kann ich den anschein vermitteln, dass ich ihn ausfülle. bei the dance inc. fällt mir sofort zoot woman ein, aber auch the faint, doch wohl eher erstere. und das ist doch nun einmal ein ganz dickes lob meinerseits an diese band und an das label, das mir das reviewen ungefragt mit seinen modernen releases erschwert hat. the dance inc. machen schöne pop-musik im stil der eighties, wie zoot woman eben, gleiche schublade, aber nicht das gleiche hemd. leider sind auf der cd nur vier songs, ich denke, ein paar lieder mehr und beim autofahren werden the dance inc. weit oben auf meiner trucker-liste landen. ist beim moped fahren bestimmt auch grossartig.
Bewertung 8/10


Flight 13
Hamburger Duo, einer der beiden ist Jan Elbeshausen von Marr, mit coolem eher melancholischem Elektropop mit klarer 80er-NewWave-Indie-Affinität, unaufdringliche rein elektronische Rhythmen und minimalistische Synthies, die schwer an Fischerspooner oder I Am Spoonbender, aber auch The Cure und Postal Service erinnern. Reiht sich somit ohne weiteres qualitativ neben angesprochenen, The Faint und Broken Spindles ein, cool auch der Aha-Effekt wenn man Jans Stimme hört.


Both sides of the ocean

Yummy
The debut release of this power pop duo from Hamburg. The name is misleading, this is nothing you can dance to. Or just at the end of a drunken melancholic night, as the last song before you go back home again. Two people, one acoustic guitar, some electronics. All very sweet and soft...and perfect for the chilly autumn weather.

LIVE
INTRO
12.10. Berlin, Maria am Ufer: Es ist Montag. Der Schädel brummt noch leicht vom Wochenende, das mit dem Konzert von Mediengruppe Telekommander im Palast Der Republik (Volkspalast) einen mehr als würdigen Abschluss fand. An der Spree pfeift ein mittlerweile ziemlich herbstlicher Wind. Alles gar nicht so gute Vorrausetzungen für ein erfolgreiches Intro Intim, zumal sich der Band-Mischer von !!! am Vorabend in Barcelona die falsche Paella bestellt hatte und krankheitsbedingt ausfällt. Den Abend eröffnen The Dance Inc. aus Hamburg mit wohligem Electro-Pop der tanzbaren Art. Die Maria füllt sich währenddessen überraschend schnell. Die beiden Jungs aus Hamburg machen ihre Sache sehr gut. Wird man/frau bestimmt bald mehr von hören. [...]
Autor: Hendrik Heitbaum


POPFRONTAL
Passion is the new loud AGENDA 2010 nennt sich der beim Hamburger Label L'Age D'Or erschienene Sampler, um den es an diesem Abend gehen sollte. Eine Art verspätete Record-Release-Party, denn erschienen war das ganze schon im Mai diesen Jahres. Mit Trouble, Boy$, The Dance Inc. und schließlich den Diskotronikern Saalschutz aus Zürich hatten sich vier Bands angesagt, dazwischen gab es angenehme Pausenunterhaltung von Superstyler und den More Beat Angels.

[...] Bei The Dance Inc. handelt es sich übrigens um alte Bekannte: Jan Elbeshausen spielt nämlich normalerweise bei den Hamburger Indierockern Marr. Unterstützt von Stefan Goetsch am Laptop durchbricht man mit The Dance Inc. die Genregrenzen zwischen Indie und Elektro. Das Ganze gelingt so spielerisch und selbstverständlich, dass es auch live vorzüglich funktioniert. Das Berliner Publikum schien jedenfalls begeistert. [...]
Text: Carsten Wilhelm
PICS: